Veröffentlichungen

30. August 2014 | Autor: Keoania Korndörfer

Der Weg der Meisterschaft

Der Weg der Meisterschaft

Du berührst den Dreh- und Angelpunkt in Deinem Leben –
werde wach und lass Dich berühren.

Meisterschaft bedeutet, dass wir unsere Bewusstheit berühren und Verantwortung übernehmen für das, was wir erfahren. Verantwortung wiederum bedeutet hier, ein Bewusstsein dafür zu haben, dass wir Schöpfer sind. Wir erschaffen unsere Erfahrungen in unserem Leben, bewusst und unbewusst – und wir sind aufgefordert, alles, was uns begegnet und was wir erfahren, als Ausdruck unseres Schöpfertums bzw. Mitschöpfertums anzuerkennen und zu empfangen. Die Vibration unserer Schöpfungskraft basiert auf dem Bewusstsein: „Ich Bin“.

Auf der Bewusstseinsebene, auf der wir Menschen bisher unser Leben zu gestalten gewohnt sind, praktizieren wir überwiegend Polarität: Wir denken in Gegensätzen und ordnen allen Erfahrungen Bewertungen zu, wie „richtig oder falsch“, „angemessen oder nicht angemessen“, „ungünstig oder günstig“ etc. Unser Fokus ist dabei (mehr oder weniger bewusst oder unbewusst) darauf gerichtet, die „richtigen“ Ideen zu finden, d. h. diejenigen, mit denen wir uns identifizieren können und in denen wir uns wiedererkennen.

EBENSO REAGIEREN WIR AUF DER HANDLUNSEBENE, INDEM WIR UNS DARAUF FOKUSSIEREN, DAS „RICHTIGE“ ZU TUN UND DAS „FALSCHE“ ZU VERMEIDEN.

Auch wenn wir mehrere, vielfältige Möglichkeiten in Betracht ziehen, spielen wir doch mit Gegensätzlichkeit – und spielen damit jeweils eine Möglichkeit gegen die anderen aus, die wir so ausgrenzen: Wir entscheiden uns für die eine, „richtige“ Möglichkeit und verwerfen die anderen. So erschaffen wir mit unserem Polaritätsbewusstsein Begrenzung.

Das Erschaffen des Polaritätsbewusstseins ist stark in der Menschheit verankert, was den meisten Menschen nicht wirklich bewusst ist.
Es ist eine von uns Menschen selbst geschaffene Bewusstseinsform, die wir in jedem Moment unbewusst immer wieder neu erschaffen.
Wir kreieren hauptsächlich nach außen gerichtet. Dabei identifizieren wir uns mit dem Blick, der von außen auf uns gerichtet ist. Aus dieser Perspektive und Identifikation heraus reagieren und

 

bewerten wir, sei es positiv, negativ oder beides. Dabei sind wir uns wenig bewusst, dass wir Verleugnung im Sinne von Selbstverleugnung: „Nicht-Ich“ erschaffen. Wir glauben, dass wir uns meinen.

DIE SCHÖPFUNG VON VERMEIDUNG SCHLIESST GRUNDSÄTZLICH DAS UNBEKANNTE AUS.

Wenn wir zum Beispiel etwas verändern wollen in unserem Leben und Erleben, versuchen wir dies, indem wir ein Nein (Nicht-Ich) gegen das richten, was wir verändern wollen. Der Versuch, mit Verleugnung etwas zu verändern, ist mit der Bewegung in einem Hamsterrad vergleichbar. Damit erschaffen wir fortwährend weiter Verleugnung in Form von Gegensätzlichkeit, Mangel, Opfer, emotionaler Fragmentierung und anderem. Wir erschaffen das, was wir kennen, bzw. womit wir uns auskennen. Wir erschaffen im bekannten Rahmen und erhalten somit die Begrenzung innerhalb der dreidimensionalen Erfahrung aufrecht.

Das Muster, Polarität zu erschaffen, kann vielfältige Ausprägungen haben. Eingefahrene Gewohnheiten sowie das tatsächliche Bedürfnis, zu polarisieren, und ein tiefer Grad von Unbewusstheit in diesem Bereich bewirken solch ein Maß an Kontrolle, das wir uns selbst, unsere Umgebung und die menschliche Umgebung nur reduziert wahrnehmen. Dies, verknüpft mit Angst, stimuliert ein Bedürfnis in uns, zu kontrollieren.

EINE WEITERE GEWOHNHEIT VON UNS MENSCHEN BESTEHT DARIN, ZU FLÜCHTEN.

In der Regel fliehen wir vor unserem Fühlen und vor unserer Integrität, d. h. vor unserer Macht. Unsere Flucht regeln wir, indem wir uns abtrennen von dem, was wir erfahren wollen – als die erschaffenden Schöpfer. Um uns unser Schöpfertum bewusst zu machen, beziehen wir uns auf das, was wir glauben. Damit begrenzen wir uns auf „gute Wünsche“. Wir orientieren uns an dem, was wir nicht haben und unbedingt haben wollen, weil wir es „brauchen“, sowie daran, was uns gefällt und was nicht. Mit dieser Art des Wunschdenkens gehen wir nicht mit Erfahrung um, sondern nur mit einer Bedürftigkeit, auf unseren Wünschen basierend.

Ein weiterer Aspekt unserer gewohnten Bewusstseinsstruktur ist die verbreitete Überzeugung, dass nicht genug da sei. Aus dieser unbewussten Begrenzung heraus bestätigen wir unser Mangelbewusstsein: etwas ist nicht genug. Damit sagen wir doch: „Ich bin nicht genug. Nicht ich – der/das Andere ist Schöpfer“.

In dem Versuch, das Mangelbewusstsein in unserem Leben zu eliminieren, fügen wir oftmals dem Glauben an den Mangel das Muster der Askese hinzu: Die Gabe, „mit dem Wenigen auszukommen“, auf die wir stolz sind: Auch dies ist ein Muster der Selbstverleugnung.

ANNAHME, EMPFANGEN UND MAGIE

Auf dem Weg der Meisterschaft geht es darum, uns bewusst zu machen, dass wir Verleugnungen kreieren, dass wir sie für wahr halten, dass sie Illusion sind. Wir erschaffen unsere Wirklichkeit selbst. Um das zu erfahren, ist Annahme erforderlich: Annahme dessen, was im Jetzt abläuft – auch dessen, was uns im Jetzt durch die Handlungen unserer Mitmenschen (Mit-Schöpfer) gespiegelt wird: dessen, was wir uns (im Spiegel) zeigen.

Annahme beinhaltet zunächst die Bereitschaft, anzuerkennen, dass wir es mit Verleugnungen zu tun haben, und anzuerkennen, dass wir diese selbst kreieren – dass wir uns, unser Bewusstsein, kreieren.

Eine der wesentlichen Verleugnungen besteht darin, unsere Bewusstheit im Hier und Jetzt, unser Gewahrsein dessen, was wir gerade erschaffen und erfahren, zu verleugnen. So richten wir, im Verlangen, Veränderung zu erfahren, unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir „haben wollen“ – um es irgendwann zu erfahren. Damit verleugnen wir unser Schöpfertum und unsere Erfahrung im Jetzt. Wir werten unsere gegenwärtige Erfahrung und damit auch unser Schöpfertum als etwas ab, was nicht ist, wir erschaffen Zeit aus dem unbewussten Fokus „später“ heraus, und dem „Nicht-Ich“ fügen wir das „Nicht-Jetzt“ hinzu.

MIT ZUNEHMENDEN VERSTÄNDNIS FÜR UNSER SCHÖPFERTUM MACHEN WIR UNS BEWUSST, DASS WIR UNSER ERLEBEN, UNSERE ERFAHRUNG SELBST ERSCHAFFEN.

Diese Verbindung wird im jeweiligen Moment eher als „Ich Bin“ erfahren, was über Wissen weit hinaus geht. Allmählich hören wir auf, das, was ist, zu bewerten und zu interpretieren.

Die Menschheit ist sehr gewohnt, alles im Rahmen der polaren Struktur zu analysieren – und damit ihre Perspektive zu begrenzen.
Als bewusste Schöpfer sind wir uns in jedem Moment bewusst, dass wir erschaffen. Wir erfahren einen Bewusstseinszustand, der uns Menschen nur durch Erfahrung zugänglich ist. Die Erfahrbarkeit öffnet Raum für Bewusstheit, und nicht die Bewertung, wann, wie und wo wir uns bewusst seien, dass wir erschaffen. Bewusstseinserweiterung bedeutet nicht Erweiterung des Verstandesdenkens. Es geht um Erfahrung.

Der allbekannte Wunsch der Menschheit nach Erfüllung (Erfolg), Glück, Liebe und Frieden basiert meist auf Mangelbewusstsein und auf der Illusion, das, was ist bzw. was nicht ist, für wahr zu halten. Wir realisieren nicht unser Schöpfertum in unserem Erfahren. Ja, wir bewerten und glauben dann, dass das, was wir erfahren, die Wahrheit sei.

Auf der Bewusstseinsebene der Polarität versuchen wir immer, „richtige“ Schöpfung zu finden bzw. richtige Schöpfung zu „machen“. Unser Polaritätsbewusstsein ist unsere Identität, die wir für wahr und richtig halten.

Auf dem Weg der Meisterschaft öffnen wir in uns den Erfahrungsraum, der einen anderen Aspekt von Verantwortung offenbart: Jede Handlung, jedes Gefühl, jeder Gedanke – alles, was wir sagen, fühlen und tun – als unsere Schöpfung zu erfahren und zu empfangen: „Ich bin die/der Erschaffende und gleichzeitig die/der Erfahrende.” Das ist Gewahrsein im Jetzt – die Erfahrung: „Ich Bin“. Wir verändern unser Bewusstsein und damit auch das Bewusstsein in der Welt.

WIR KÖNNEN MEISTERSCHAFT IN JEDEM MOMENT FÜR UNS ERFAHRBAR MACHEN.

Auf dem Weg dahin sind wir im Prozess der Bewusstwerdung. Das beinhaltet, unsere Schöpfung von Verleugnungen, die wir für wahr halten, zu erkennen, anzuerkennen, diese als unser Schöpfertum zu identifizieren und zu empfangen: Unsere Verstrickungen in Muster, in Geschichten und Grundüberzeugungen, unser Opferbewusstsein (da, wo wir darauf bestehen, nicht Schöpfer/in zu sein), unsere Zweifel, unsere Nicht-Annahme (ausgedrückt dadurch, dass wir nicht mögen), unsere Ängste, unser Bedürfnis nach Kontrolle und Kampf (Kampf um unser Image) – all dies als reaktive Muster zu erkennen und uns gewahr zu werden, dass genau diese Verleugnungen in diesem Moment unsere Schöpfung sind.

Das bedeutet auch, den Mut zu haben, altbekannte Strukturen loszulassen, über bekannte Verstandesstrukturen hinauszuwachsen – über all das, was wir als Menschen bisher an Ideen in Verstandeskästchen einsortiert und festgelegt haben – und das Unbekannte fließen zu lassen.

Wir berühren den Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben – werden wach und lassen uns berühren.

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